Bestimmt fällt jedem von uns eine ganze Menge zum Thema ‚Fehler machen in der Beziehung‘ ein: -
Worte, die uns verletzt haben
- Knöpfe, die wir immer wieder beim anderen drücken
- Verhaltensmuster, mit denen uns der Partner regelmäßig auf die Palme bringt
- Abgründe aus einer früheren Partnerschaft
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Paare aus dem Bekanntenkreis, die sich gegenseitig zerfleischen ...
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Was aber ist der größte Fehler, den wir in unserer Partnerschaft begehen können?
Nun – da muss ich ein bisschen ausholen.
Die allermeisten Paare in unseren Breitengraden haben sich ja eines schönen Tages freiwillig zusammengetan: Beide sind einander (in der Regel zwanglos) begegnet, nahmen den anderen als sympathisch und attraktiv wahr, haben sich ineinander verliebt. Vielleicht hat sich der eine schneller oder heftiger verknallt als der andere – aber gemocht haben sich alle beide.
Ganz offensichtlich hat es also eine ganze Reihe an liebenswerten Eigenschaften gegeben, die eine große Anziehungskraft ausgeübt hat.
Und dann? Schleift sich allmählich Alltag ein, wird das, was schön und besonders ist, als 'normal' empfunden und der eigene Blick immer häufiger auf das gelenkt, was nicht optimal läuft.
Jetzt kommen wir zu den größten Fehlern, zu denen es im Zuge einer solchen Entwicklung kommen kann, nämlich ...
... zu denken: "Das wäre mit einem anderen Partner bestimmt ganz anders gekommen!" |
Und dass mit einem anderen Partner mit Sicherheit die anfängliche Intensität und Leidenschaft noch vorhanden wären, man einander viel mehr zu sagen hätte, es weit mehr an Gemeinsamkeiten gäbe und viel weniger an Konfliktpunkten.
... und (das ist dann oft die Konsequenz) zu glauben: "Das kann eh nix mehr werden. Am besten sollten wir uns trennen. Wird sonst alles nur noch schlimmer..."
Viel wahrscheinlicher ist nämlich: Mit einem anderen Partner hätte sich nicht alles vollkommen anders entwickelt. Vermutlich gäbe es zwar nicht die jetzigen Probleme - dafür aber andere (in - aller Wahrscheinlichkeit nach - vergleichbarem Umfang).
Es ist ein Trugschluss davon auszugehen, dass eine suboptimale ‚Passung‘ mit dem Partner das Hauptproblem ist, wenn sich die Qualität einer Beziehung verschlechtert hat, denn (wie bereits gesagt):
Zu Beginn der Liebesbeziehung gab es schließlich ganz schön viel, das wunderbar gepasst hat. Und das alles soll sich auf einmal in Luft aufgelöst haben?
Repräsentative internationale Studien zeigen, dass die Zufriedenheit mit der Beziehung in den ersten zehn (Ehe-)Jahren, insbesondere nach der Geburt des ersten Kindes, kontinuierlich abnimmt. Das bedeutet:
Fast alle Paare, die länger zusammen sind, stehen vor derselben Herausforderung: Sie müssen gezielt etwas dafür tun, um ihre Liebe am Leben zu halten, miteinander Spaß zu haben, Schönes zu teilen, nicht im Alltag zu versumpfen - und vor allem: schwierige Momente und Schrulligkeiten des Anderen nicht überzubewerten.
Das Schreckgespenst Trennung
Wenn mindestens einer von beiden Partnern an Trennung denkt und diesen Gedanken dann - womöglich in einer akuten Streitsituation - ausspricht, wackelt das Fundament der Beziehung. Die ursprüngliche Sicherheit geht verloren und mindestens einer von beiden Partnern hat das Gefühl, nicht mehr für die Beziehung, sondern bestenfalls gegen die Trennung zu kämpfen. Das ist nicht besonders motivierend.
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Was würde nach einer Trennung passieren?
Für die meisten Partner stellt eine Trennung eines der schmerzhaftesten Lebensereignisse überhaupt dar. Wenn eine Beziehung zerbricht ‒ wie es bei inzwischen etwa 40 % aller Ehen und noch weit mehr unverheirateten Partnerschaften der Fall ist ‒ bedeutet dies fast immer eine massive persönliche Krise für die Betroffenen, einhergehend mit einer erhöhten Rate gesundheitlicher und speziell psychischer Belastungen für beide Partner (und ggf. für die betroffenen Kinder).
Eine (vorschnelle) Trennung ist daher meist nicht die beste Lösung. |
Fast immer lohnt es sich, noch einmal alle Hebel in Bewegung zu setzen, um die bestehende Partnerschaft zu retten und eine Trennung zu verhindern. Zahlreiche Untersuchungen zur Qualität von Zweit- oder Drittehen haben nämlich gezeigt:
Die Scheidungsrate bei Paaren, von denen einer oder beide bereits geschieden waren, ist noch höher als bei Erstverheirateten.
Es ist also nicht automatisch so, dass in der nächsten Beziehung alles besser wird, alle Beteiligten aus früheren Fehlern gelernt haben und sich nur noch von ihrer Schokoladenseite zeigen.
Deshalb plädieren wir eindeutig für die Devise: Lieber mit dem alten Partner etwas Neues erleben als mit einem neuen das Alte.
Was braucht es, um eine in die Jahre gekommene Partnerschaft wiederzubeleben?
Mit dem bewussten Entschluss, sich seinem Partner gegenüber (wieder) achtsamer, respektvoller und kompromissbereiter zu verhalten und dem anderen (wieder) möglichst oft etwas Gutes zu tun, kann sich eine vermeintlich 'schwächelnde' Beziehung erstaunlich schnell (wieder) nach "1. Klasse" anfühlen... :-) |
Der Münchner Arzt und Paartherapeut Dr. David Wilchfort hat es einmal so formuliert: "Wer sich ein zweites Mal in seinen Partner verlieben will, muss sich verhalten wie beim ersten Mal."
Könnte auch Ihre Partnerschaft ein Wellness- bzw. Fitness-Programm vertragen?
Dann Schluss mit dem Zaudern. Legen Sie los.
Ich möchte mich gerne anmelden und mit der 1. Sitzung starten. ← Klick! ;-) |
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Herzliche Grüße Ihre Dr. Judith Gastner
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Diplom-Psychologin, Psychotherapeutin & Paartherapeutin Wissenschaftliche Leiterin von PaarBalance |
PS: Ich melde mich in den nächsten Tagen zu einem zentralen Thema, das viele Paare in langen Beziehungen betrifft: Die "Erotikflaute". Was tun, wenn mindestens einer der beiden Partner nicht mehr daran denkt, wie er den anderen mal wieder leidenschaftlich "ins Bett ziehen" könnte, sondern allenfalls daran, dass man das "Bett mal wieder frisch beziehen" könnte... ;-)? Gerne demnächst etwas ausführlicher dazu.
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